Tag 3

Der dritte Tag beginnt mit einem wunderbaren Sonnenaufgang im Donaudurchbruch. Dann Fahrt vorbei an der Befreiungshalle und durch Kehlheim.
Dann nach links abbiegen in den Main Donau Kanal, der hier nach 170 km mündet:

11-03-15_Pionier-S3_66121Kehlheim wird abgelöst durch recht schöne Landschaft. Der MDK fließt hier noch im Flussbett der Altmühl.
Die erste Staustufe bringt gute Laune, da man hier extra für mich den Bootswagen aus dem Winterquartier holt und sogar beim Umtragen hilft.
Bei der zweiten Stufe befolge ich den Rat der freundlichen Schleusenarbeiter an Schleuse 17 und rufe den Schleusenwärter an. Auf die Frage, ob es einen Bootswagen gibt meint der Herr am Telefon nur, das sei Sache der Außenstellen. Keine Ahnung wo der Mann sitzt. Wahrscheinlich in der Landeshauptstadt. Mitschleusen ist auch nicht möglich, also umtragen.

Gegen 18:00 lasse ich Niederbayern hinter mir. Der Wind hat sich gelegt und der MDK liegt spiegelglatt da.
Jetzt hätte ich noch zehn km vor mir um die täglich veranschlagten 40 km zu erreichen.

Bei Kilometer 136,6 mündet zu meiner Linken die Altmühl.
Etwa einen Kilometer später, bei 135,8, erreiche ich die Staustufe Dietfurt. Sie beeindruckt mit 17 m Höhendifferenz und ist zum Abschluss des Tages noch ein gutes Stück Arbeit.

Trotz des mühsamen Umtragens ist der untere Verlauf des MDK eine lohnenswerte Strecke. Der Charakter eines Kanals lässt sich zwar nicht leugnen, doch das kann die Landschaft entschädigen.
Das Wetter könnte besser nicht sein.

Tagesbilanz: 4,7 km auf der Donau, dann 35 km auf dem MDK.

Tag 2

Am zweiten Tag geht es weiter auf der Donau.
Noch zwei Wehre habe ich auf der Donau vor mir. Dann endet die Strecke mit dem schönen Donaudurchbruch.

Hier noch ein Bild vom Start gestern auf dem Lech.

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Die beiden Wehre waren gewohnt anstrengend. Keine einzige Schleuse war in betrieb.

Ab Mittag entschädigte die Sonne für den regen am morgen.
Aus diesem Grund vertrödelte ich auch einige Zeit bei der Mittagspause.

Als ich am Nachmittag kurz nach der Staustufe Vohburg den bekannten Einstieg sah, wurde mir klar, dass ich bis Kehlheim noch eine komplette Agnes Bernauer Fahrt vor mir hatte.
Ich legte mir zwei energierigel zurecht und machte mich ans Werk den Donaudurchbruch noch zu erreichen. Obwohl der Mond erst halb voll ist hatte ich genug Licht für die letzten Kilometer.
So genieße ich jetzt den Donaudurchbruch auf einer kiesbank bei sternenklaren Himmel und absoluter Stille.

Morgen wartet der Main Donau Kanal auf mich.

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Tag 1

Der erste Paddeltag neigt sich dem Ende.
Leider habe ich Ingolstadt heute nicht erreicht. Als ich in Neuburg angekommen bin war es bereits dunkel. Und bei Dunkelheit zwei weitere Wehre zu umtragen erschien mir wenig reizvoll.

Die Wehre im Lech waren nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Ich konnte das Boot recht bequem mit dem Bootswagen aus dem Wasser und eine Rampe hinauf ziehen.
Die Staustufen in der Donau sind dagegen eine echte Qual. Entweder sind die Schleusen zu dieser Jahreszeit außer Betrieb oder EON legt einfach keinen Wert darauf sie zu reparieren.
Und im Gegensatz zu den bequemen Rampen im Lech gibt es in der Donau nur Stufen. So muss ich das Boot jedesmal komplett ausräumen um es dann umzutragen.

Im Donau Ruder Club wurde ich sehr freundlich begrüßt. So gab es immerhin eine warme Dusche.

Die letzten Vorbereitungen

Die letzen Vorbereutungen sind getroffen; das Boot ist beschriftet, hat also endlich einen Namen. Es heißt „LUAS“, irisch für Wind/ Geschwindigkeit.

Anna hat die Spritzdecke fertig genäht. Sie hätte nicht besser sein können. Wirklich perfekt. Vielen Dank!!!

Somit kann es morgen früh los gehen. Ich werde auf dem Lech bei Meitingen starten. Bis zur Mündung in die Donau sind es dann noch 21 km und vier Wehre mit Stausee, wovon der letzte gesperrt ist. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sich keiner an einem Paddler stören wird…

Die ersten Kilometer werden also mit zu den ungemütlichsten zählen, da ich auch nicht davon ausgehe, dass die Wehre besonders gute Umtragemöglichkeiten bieten.

Dann mündet der Lech bei Kilometer 2496,4 in die Donau.

Wunschziel für morgen Abend: Faltbootclub Ingolstadt.

Die Route findet ihr in diesem Artikel.

Meine momentane Position findet ihr hier:

Salewa Sierra Leone

Eigentlich wollte ich nur kontrollieren ob das Zelt in Ordnung ist. Ob genügend Heringe dabei sind, Reparaturhülse fürs Gestänge usw.
Doch dann musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich es nach der letzten Verwendung im vergangenen Sommer auf dem Mini Rock Festival total verdreckt und nass eingepackt habe. Also erst einmal alles in die Badewanne und gewaschen. Jetzt ist ist es wieder frisch und wie neu. Naja, fast 😉
Mein Versuch bei Salewa ein Ersatzgestänge für das inzwischen doch sehr betagte Alugestänge zu bekommen war wenig erfolgreich. für diese alten Zelte haben sie kein Gestänge mehr auf Lager. Und ein Passendes von einem anderen Modell zu suchen oder einfach auf die passende Länge zuzuschneiden ist wohl zu kompliziert.
Beim Sport Förg Lagerverkauf im Augsburger Fabrikschloss konnten mir die sehr freundlichen Mitarbeiter mit einzelnen Segmenten weiterhelfen.
Einen kleinen Riss und die Nähte habe ich mit flüssigem PU abgedichtet.
Somit ist das Zelt wieder in einem perfekten Zustand und bereit für die Tour, die ja schon in einer Woche beginnt.