Lech, Dessau bis Kinsing

Gestern waren wir mit den Faltbooten auf dem Lech. Mit 2 m in Lechbruck hatte er gut Wasser.

Zu Beginn geht es durch die so genannte Litzauer Schleife- hier kann man einen Eindruck gewinnen, wie traumhaft der Lech vor der Verbauung durch Kraftwerke gewesen sein muss. Mit insgesamt 24 Kraftwerken ist der Lech Dream dichtesten verbaute Fluss in Bayern.

Am Ende der Litzauer Schleife kommt die Dornautalsperre oder Lechstaustufe 6. Die Ende der 1950er Jahre gebaute Talsperre dient der Stromerzeugung, dem Hochwasserschutz, der Biedrigwasserauferhöhung und als Naherholungsgebiet. Der 25 Meter hohe Staudamm ist denkbar ungünstig zum Umtragen. Rechts neben der befestigten Staumauer kann man den Stausee verlassen. Dann ein Stück den Hang hinauf und praktisch geradeaus über die Kreuzung und den Berg hinunter. Unten dann links halten und die Staumauer auf halber Höhe queren. Der Straße etwa 100 Meter folgen. Dann gibt es im Wald eine Möglichkeit rechts zum Fluss. Die Leitplanke kann hier geöffnet werden, ein kleiner Pfad geht zum Fluss.

Das folgende Stück nach Schongau ist deutlich weniger spektakulär als als der obere Verlauf. Staustufe an Staustufe mit meist unpraktischen oder nicht vorhandenen Ausstiegsnöglichkeiten. 

   
     

Tag 1

Der erste Paddeltag neigt sich dem Ende.
Leider habe ich Ingolstadt heute nicht erreicht. Als ich in Neuburg angekommen bin war es bereits dunkel. Und bei Dunkelheit zwei weitere Wehre zu umtragen erschien mir wenig reizvoll.

Die Wehre im Lech waren nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Ich konnte das Boot recht bequem mit dem Bootswagen aus dem Wasser und eine Rampe hinauf ziehen.
Die Staustufen in der Donau sind dagegen eine echte Qual. Entweder sind die Schleusen zu dieser Jahreszeit außer Betrieb oder EON legt einfach keinen Wert darauf sie zu reparieren.
Und im Gegensatz zu den bequemen Rampen im Lech gibt es in der Donau nur Stufen. So muss ich das Boot jedesmal komplett ausräumen um es dann umzutragen.

Im Donau Ruder Club wurde ich sehr freundlich begrüßt. So gab es immerhin eine warme Dusche.